Gastbeitrag von Benedikt Ahfleld

Was dich davon abhält, deine Berufung zu leben!

Gastartikel von meinem tollen Kollegen Benedikt Ahlfeld.


Was dich davon abhält, deine Berufung zu leben!

Die eigene Berufung zu leben ist für viele Menschen ein Lebenstraum, der auch genau das bleibt: ein Traum. Wenn du deinen Traum wahr machen willst, ist dieser Artikel für dich gedacht.

Wir leben in einer Zeit der unbegrenzten Möglichkeiten. Das mag verlockend klingen, kann auf den zweiten Blick aber auch einschüchternd sein. Denke nur an all die Schul- und Uni-Absolventen, die auf Jobsuche sind. So groß die Auswahl ist, die uns versprochen wird, umso ernüchternder ist dann die Realität.

Das Gefühl der Ungewissheit sitzt in einem jeden von uns. Wenn du Fragen wie „Lebe ich meine Bestimmung?“, „Tue ich das, was ich wirklich will?“ oder gar „Bin ich der Mensch, der ich sein möchte?“ kennst, dann ist dieser Artikel für dich gedacht.

Um ein Leben nach eigenem Standard zu führen bedarf es mehr als nur dem Wunsch danach. Es braucht eine Ur-Motivation, genau das zu verwirklichen (im Außen), was im Innen schon längst da ist. Denn wenn du nicht gemäß deiner Berufung lebst wirst du bemerken, dass sich diese Inkongruenz immer mehr in dir bemerkbar macht. Zuerst als leises Gefühl der Ungewissheit wie oben, dann als Unzufriedenheit im Job oder der Familie. Je länger du diesen Zustand andauern lässt, umso mehr Macht gewinnt er über dich.

Und weißt du, was die meisten davon abhält, ihre Träume zu verwirklichen? Es ist die Angst davor, genau diese Ziele zu erreichen. Das klingt paradox, ich weiß. Doch es stimmt wirklich. Der Grund ist aber nicht, dass wir nicht erfolgreich sein wollen. Natürlich wollen wir das. Das Problem liegt also nicht in der Einstellung, sondern tiefer.

Wie dich alte Muster zurückhalten

Es geht um die emotionale Ebene. Tief unten, wo dein Unbewusstsein beginnt und dich alte Muster und die soziale Programmierung beeinflussen. Und genau dort kann die Blockade liegen, die dich von deiner Berufung abhält. Denn selbst wenn du ganz genau weißt, was dich glücklich macht, hast du früher einmal gelernt, dass du das „nicht einfach so tun kannst.“ Oder es gibt andere Ausreden in dir, die dir jemand anderer beigebracht hat und die du einfach so übernommen hast, ohne für dich aus erwachsener Perspektive nachzuspüren, ob das wirklich deine eigenen Werte sind.

Wie oft hast du als du klein warst gehört:

  • Das macht man nicht
  • Das darf man nicht
  • Dafür gibt man doch kein Geld aus
  • Wer so etwas will, mit dem stimmt etwas nicht
  • Das gehört sich nicht

All diese limitierenden Glaubenssätze erzeugen nun einen Widerspruch in dir, wenn du deine Berufung leben willst. Darfst du genießen? Natürlich kann dir nur einer diese Antwort geben: du selbst.

Es wird also Zeit, Verantwortung zu übernehmen und aktiv auf deine alten Muster zuzugehen. Sie zu reflektieren und neu zu bewerten ob es sinnvoll ist, dass sie heute (noch) da sind. Erst wenn diese limitierende Programmierung von dir aufgearbeitet wurde bist du auch unbewusst bereit, die Berufung deinem Leben willkommen zu heißen.

Wie du deine Berufung finden und leben kannst

Zwei Seiten einer Medaille sind es, die dich dabei unterstützen, deine Berufung zu finden und zu leben.

Ur-Motivation (Vergangenheit)

Das bezeichnet die ursprüngliche Idee, mit der du auf diese Welt gekommen bist. Spirituell könnte man es „Seelenaufgabe“ nennen. Um dieser Aufgabe näher zu kommen sind Fragen hilfreich wie:

  • Was in deinem bisherigen Leben hat dich glücklich gemacht?
  • Wobei war ich wahrhaft glücklich?
  • Wenn Geld egal wäre, was würde ich mit meiner Zeit tun?

Und ich spreche hier von Tätigkeiten, die du ausüben kannst. Keinem materiellen Besitz oder Menschen um dich. Sondern von etwas, das du tun kannst. Wenn du willst fertige eine Liste dieser Dinge an und überlege dir, welche am Besten zu deinen Werten passen. Wenn du noch gerne mehr hättest frage dich: was könnte ich aktiv tun, um meine Werte zu erfüllen? Je mehr Werte du mit einer Tätigkeit erfüllen kannst, umso näher bist du an einer Ur-Motivation. Oftmals sind es nicht die ersten Dinge, die dir in den Sinn kommen. Auch hier ist etwas Nachforschen sinnvoll.

Meta-Ziel (Zukunft)

Das Ziel, das vorrangig in diesem Leben von dir erfüllt werden soll, definierst du – anders als die Ur-Motivation – selbst. Oftmals hat es mit weltlichen und materiellen Dingen zu tun. Darum solltest du dich bei der Suche deines Meta-Zieles fragen:

  • Was soll mein Vermächtnis für die Welt sein?
  • Wie werden meine Freunde über mich sprechen, wenn ich nicht mehr bin?
  • Wofür möchte ich meinen Liebsten in Erinnerung bleiben?

Klingt einfach, oder? Ist aber komplizierter als man denkt. Denn selbst wenn du deine Ur-Motivation gefunden hast und damit auch die Grundlage für die Verwirklichung deines Meta-Zieles; oftmals geschehen uns im Leben Dinge, die uns vom Weg abbringen können. Die uns zweifeln lassen. Und hier schließt sich der Kreis von oben wieder. So ist es im Leben: ein konstantes Hinterfragen der eigenen Berufung. Vielleicht ertappst du dich plötzlich wieder bei der Frage „Tue ich das, was ich wirklich will?“ Und nur einer kann dir die Antwort geben: du selbst. Eines kann ich dir versprechen: auch wenn du deine Berufung hinterfragst, ein Weg führt immer zum Ergebnis. Lass dein Herz sprechen und hör auf deine Intuition. Nirgendwo sonst ist dieser Hinweis bedeutsamer als beim Verwirklichen der Idee, „ein Leben nach eigenem Standard“ zu führen.

Alles Liebe,
Benedikt


benedikt-ahfleldÜber Benedikt Ahlfeld

Benedikt Ahlfeld ist Trainer, Autor und Entscheidungsmacher. Er zeigt, wie man selbstbestimmte Entscheidungen trifft und damit seine volle innere Kraft nutzt. Besuche ihn auf www.BenediktAhlfeld.com und finde heraus, wie du dein Leben nach eigenem Standard gestalten kannst.

 


 

 

 

4 Comments

  • Linda

    Reply Reply 15. Juli 2014

    Hallo Benedikt,
    Du schneidest eine Thematik an, welche meine Aufmerksamkeit weckt, denn für mich war es schon relativ früh klar, in welche Richtung meine Berufung zielt- denn mich zog es von jeher in den Bereich der Betreuung von Menschen- ob nun groß oder klein, war absolut egal– und so machte ich meine Berufung zum Beruf-ich denke, etwas Erfüllenderes kann es nicht geben. Du spürst einfach- hier ist dein Ort und ich sprach auch nie von Arbeit- denn der Umgang mit den Menschen war eine einzige Bereicherung: ich tat,was ich liebte und ich liebte, was ich tat .
    Eine Frage von Dir lautet: was soll mein Vermächtnis für die Welt sein? Daran angelehnt sage ich:
    Ich möchte dem, was mir an Fähigkeiten geschenkt wurde zu jeder Zeit gerecht werden- möchte mir am Ende meines Lebens gewiss auch voller Stolz sagen: ich habe das Beste aus allem- aus MIR! gemacht- habe Wege gesucht, um MICH zu verwirklichen , das auszuleben, was in mir ruft.Ich bin heute sogar der festen Ansicht, dass der Mensch,hat er seine Berufung erspürt- und sagt sein absolutes „JA“ dazu, alle erdenklichen Möglichkeiten erhält, um sich ihrer immer stärker zu widmen- denn da ruft etwas in mir……und so kann aus dem anfangs Kleinen etwas Wunderbares erschaffen werden, weil man einfach mit ganzem Herzen dabei ist und sich, so denk ich, niemals intensiver spürt als in der Verwirklichung seiner ganz eigenen Berufung.

    LG von Linda

    • Benedikt Ahlfeld

      Reply Reply 16. Juli 2014

      Hallo Linda,

      danke für deinen Kommentar! Es freut mich sehr, dass dich der Artikel inspiriert und du deinen Weg bereits gehst. Ich glaube auch, dass die stärkste Kraft aus dem Innen kommt.

      Wenn wir im Außen leben was im Innen an Wünschen und Werten vorhanden ist können wir gar nicht anders als glücklich sein!

      Alles Liebe,
      Benedikt

  • Üt

    Reply Reply 15. Juli 2014

    ja, ja und ja. manchmal bin ich wütend auf mich, dass ich – meiner Meinung nach – obwohl ich schon so viele „solcher“ Artikel, Bücher und Vorträge gehört, gelesen und angeschaut habe, noch nicht so „toll“ bin, wie ich mir wünsche. Und irgendwo ist da auch der Fehler. Ich erwarte irgendwas von mir, anstatt mir zuzuhören. Und wenn ich mir zuhöre und mal ganz ehrlich bin, dann muss ich vor mir selbst zugeben: es macht einfach einen riesen Spaß, „solche“ Artikel zu lesen. Ich muss sie nicht lesen, UM ZU. Um etwas Tolles zu vollbringen. Damit Andere dann sehen. Ich lese diesen Artikel und bin glücklich. Etwas in mir beginnt zu summen. Ich werde auch müde, weil etwas in mir loslässt und ruhig wird. Aber ja, ich habe eben Angst, dass es nicht reicht, zu genießen, zu riechen, zu schmecken, da zu sein. Dass es nicht reicht, sich zu lassen, sich zu bestaunen und zu entdecken. „Du musst performen, Ute, du musst etwas TUN, also DAS reicht ja wohl wirklich nicht!“ sagt es in mir und so lege ich meine Stirn in Falten, renne auf die Straße, ein paar Leute um, springe vor ein paar Autos – denn: irgendetwas muss man ja tun.

    • Benedikt Ahlfeld

      Reply Reply 16. Juli 2014

      Hallo Üt,

      der Drang etwas zu tun kommt von Innen. Der Zweifel und die Angst, dass du etwas falsch – oder nicht das „richtige“ tust – von der sozialen Programmierung.

      Alles Liebe,
      Benedikt

Leave A Response

* Denotes Required Field